Piercingarten


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 AUGENBRAUENPIERCING 
Das Augenbrauenpiercing wird vertikal in den äusseren Rand der Augenbraue (oberhalb Auge) gestochen. Als Schmuck können gebogene oder gerade Stäbe und Ringe eingesetzt werden. Am Anfang wird meist ein von der Stablänge her grösserer, gebogener Stab eingesetzt. Kurz nach dem Stechen kann es nämlich zu einer Schwellung kommen, die aber recht schnell wieder abheilt. Ausserdem besteht beim Augenbrauenpiercing die Gefahr des Herauswachsens, die durch den gebogenen Stab geringer ist als bei einem Ring. Je nach Geschmack kann man das Piercing später beliebig wechseln. Man verwendet entweder Circular Barbell Piercing Ringe, Piercings mit Bananemform, Cones usw.. Das Augenbrauenpiercing ist übrigens eines der Piercings, welches am wenigsten schmerzvoll empfunden wird. Augenbrauenpiercings werden meist dezent und dem persönlichem Stil entsprechend gewählt. Um den Abheilungsprozess nicht zu behindern ist vor allem darauf zu achten das keine Schminke, Haargel oder Haarspray in den Stichkanal kommt, sonst kann es zu einer Entzündung kommen. Da das Augenbrauenpiercing mitten im Gesicht ist, zieht man damit alle Blicke auf sich. Gestochen wird das Piercing mit einer Nadel, die Stelle wird mit Eis oder Desinfizierspray behandelt und dann durchstossen.

Heilungsdauer: 4-6 Wochen
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 BAUCHNABELPIERCING 
Das Bauchnabelpiercing wird in die Haufalte am Bauchnabel gestochen. In den allermeisten Fällen wird es vertikal in den oberen Rand der Hautfalte gestochen. Aber natürlich gibt es auch bei dieser Piercingart verschiedene Variationen. So kann auch in den unteren oder seitlichen Rand gestochen werden. Bei einer beliebten Variante des Bauchnabelpiercings, werden 2 oder 4 Bauchnabelpiercings, gegenüberliegend gestochen, zu einem Piercing verbunden. Als Oberflächenpiercing kann auch rund um den Bauchnabel in die Bauchdecke gestochen werden. Das Bauchnabelpiercing ist das am häufigsten gestochene Piercing in Europa. Es ist das Standartpiercing für Frauen. Dieser Kult zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. Wundervoller Schmuck an dieser Stelle bringt weibliche Reize mehr zur Geltung. Es können Ringe, Spiralen und Bananen als Bauchnabelpiercing eingesetzt werden. Da sind die Hersteller sehr Ideen- und Variantenreich. Am Anfang war der Trend nur bei Frauen populär, aber umso mehr wurden auch Männer darauf aufmerksam. Der Bauchnabel wird vor dem stechen vereist oder desinfiziert, so das man stechen fast gar nicht merkt. Der Stich an sich dauert nicht länger als eine halbe Minute. Da diese Stelle durch Bewegungen z.B. Laufen, Bücken, Sport stärker beansprucht wird, ist mit einer verlängerten Abheilzeit zu rechnen. In den ersten 3 Wochen sollte man Schwimmbäder oder öffentliche Saunen meiden, denn dort ist die Gefahr sehr hoch sich Bakterien in die Wunde setzen und sie sich Entzündet. Da jeder Bauchnabel anders ist, kann man nicht jedem empfehlen sich ein Bauchnabelpiercing stechen zulassen, denn der Bauchnabel ist einer viel zahl von Keimen ausgesetzt und kein Artzt der Welt kann eine absolute Keimfreiheit versprechen. Viele dieser Keime entstehen durch Schmutz und Schweiss und Sorgen für Entzündungen. Bei jedem Mensch ist die Dicke und Anzahl der Hautfalten unterschiedlich, dass macht es unmöglich ein Standard Piercing jedem Anzupassen. So wird von Fall zu Fall unterschiedlich entschieden was für ein Piercing, an was für einer Stelle am Nabel gestochen wird. Häufig werden Barbells eingesetzt, weil diese weniger Platz als Ringe brauchen und Sie die höhere Belastung der Haut am Bauchnabel besser gerecht werden. Bei Menschen mit nach aussen gewölbten Bauchnabel kann in den Boden des Bauchnabels gestochen werden, jedoch ist hier mit erhöhten Komplikationen bezüglich Tragekompfort und Heilung zu rechnen.

Heilungsdauer: 2-6 Monate

 BODY - SUSPENSION 
Bei der Body-Suspension wird der Körper mit Haken gepierct, an denen Seile oder Ketten befestigt sind. An diesen wird der Gepiercte hochgezogen. Oft sind Body-Suspensions Teil besonderer Veranstaltungen (Conventions). Der Körper ist dabei besonderen Belastungen ausgesetzt: Starke Schmerzen, Kreislaufprobleme bis zur Ohnmacht, Infektionen, Rückenprobleme und Ausreissen gehören zu den möglichen Risiken. Body-Suspension kann wegen der Adrenalinausschüttung ein Nervenkitzel sein, aber auch als persönliche Herausforderung, besondere Körpererfahrung oder zur Bewusstseinserweiterung betrieben werden. Auch im BDSM-Bereich wird Body-Suspension gelegentlich betrieben.

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 BRIDGE 
Dieses befindet sich oberhalb des Nasenrückens horizontal in der Hautfalte über dem Nasenbein und zwischen den Augen. Es ist nicht immer einfach den Erl gut zu positionieren, da man es sehr vorsichtig an die Lage des Gesichtes anpassen muss, damit es am Ende nicht krumm und schief wirkt. Zudem darf das Blickfeld nicht beeinträchtigt werden. Der Curved Ball eignet sich aufgrund seiner Krümmung zur Verwendung, denn er verringert das Tempo des Herauswachsens. Es handelt sich hierbei um ein gefährliches Piercing, da man bei zu viel Druck auf das Nasenbein wichtige Nerven treffen kann.

Heilungsdauer: 4-6 Wochen

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 BRUSTWARZENPIERCING 
Brust -oder Nippelpiercings gehören zu den Piercings, die gut überdacht werden sollten und ziemlich schmerzvoll sein können. Meistens wird es vertikal oder horizontal gestochen. Zu bedenken ist die lange Abheilzeit, die bis zu 8 Monaten dauern kann, ausserdem sollte in dieser Zeit das Piercing intensiv gepflegt werden. Durch die ständige Bewegung und das Reiben der Kleidung am Piercing ist der Abheilungsprozess etwas langwieriger als an anderen Körperstellen. Als Schmuck können Ringe, Stäbe und Schilder getragen werden. Dieses Piercing kann von Männern sowie auch von Frauen getragen werden. Das Brustpiercing ist eines der vielen Erotik Piercings. Wenn das Brustpiercing vollständig abgeheilt ist, kann es stimulierend wirken. Ausserdem kann man auch das Brustwarzenpiercing dehnen um Schmuck mit grösserem Durchmesser einzusetzen. Dies ist bei vielen Piercing-Arten möglich. Sollte der Kanal nicht tief genug gestochen sein, kann das Piercing wieder herauswachsen. In diesem Fall sollte man das Piercing keinesfalls zu oft Nachstechen lassen um Komplikationen zu vermeiden und um die Brustwarze nicht zu schädigen. Selbst beim Stillen von Kindern gibt es bei gut verheilten Brustwarzenpiercings keinerlei Probleme, auch wenn dies immer wieder behauptet wird. Trotzdem sollte man beim Stillen den Schmuck raus machen um den Kind das Trinken zu erleichtern und um zu verhindern, dass der Schmuck vom Kind verschluckt wird. Während der Schwangerschaft selbst, raten viele Piercer von einem Brustwarzenpiercing ab, da der Körper dadurch unnötig gestresst wird und um Komplikationen zu vermeiden. Das Brustpiercing sollte besonders intensiv gepflegt werden, damit keine Infektionen aufkommen.

Heilungsdauer: 1-6 Monate

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 HELIX 
Das Helix-Piercing ist ein Ohrpiercing. Es wird durch den oberen Ohrrand, also diese wulstartigen Umrandung ganz aussen an der Ohrmuschel gestochen, dort befindet sich der Helixknorpel. Als Ersteinsatz wird eine Schmuckstärke von 1.2 mm bis 1.6 mm empfohlen. Um den Heilungsprozess voran zu treiben, kann ein Barbell oder Labret, anstatt eine Ringes eingesetzt werden. Dadurch wird die Hautregion, um das Piercing herum, nicht unnötig gereizt. Das Helixpiercing kann sich einer langen Tradition erfreuen. So wurde es von Volksgruppen in Afrika und Südostasien, aber auch von Indianern in Nordafrika getragen.

Heilungsdauer: 3-6 Monate

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 INDUSTRIAL 
Das Industial-Piercing ist eine Schmuckvariante bei der mehere Piercinglöcher mit einem Barbell verbunden werden. Meistens sind es zwei Helix-Piercings, die durch einen Stab/Barbell zu einem Industrial-Piercing werden. Beim Stechen muss vor allem der Winkel der beiden gegenüberliegenden Piercingstellen stimmen, damit werden Komplikationen und Irritationen vermieden. Sollte gleich ein Barbell verwendet werden und nicht 2 Ringe, dann muss der Barbell so lang sein, das eventuell auftretende Schwellungen nicht gegen das Barbell drücken. Dies ist ein sehr variantenreiches Piercing, bei dem die Schmuckstärke auf die verbundenen und eingesetzten Schmuckstücke abzustimmen ist. Leider kann nicht jeder ein Industrial-Piercing tragen, da die Anatomie der Ohrmuschel des Trägers passen muss.

Heilungsdauer: 6-12 Monate

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 LABRET-PIERCING 
Das Labret Piercing ist ein sehr variantenreiches Piering, welches unterhalb oder sogar seitlich des Mundes (Unterlippe) gestochen werden kann. Meistens wird es mittig unterhalb des Mundes gestochen. Das Material aus dem ein Labret- Piercing besteht ist meist Titan oder Chirurgenstahl, aber auch PTFE wird verwendet.

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 LIPPENBÄNDCHENPIERCING 
Mit dem Lippenbandpiercing ist meist das obere Lippenbändchen gemeint (Mitte, Innenseite der Oberlippe). Das Lippenband ist sehr dünn, aber stabil. Daher ist das Piercing schnell verheilt und lässt sich problemlos tragen. Der Heilungsprozess dauert etwa 2 bis 3 Wochen. Eine Traumatisierung und Schädigung des Zahnhalteapparates der oberen Schneidezähne ist jedoch nicht auszuschliessen, aus zahnmedizinischer Sicht sollte immer der Barbell optimal angepasst sein, um Zahnschäden zu vermeiden, oder man sollte ganz auf dieses Piercing verzichten. Allerdings gibt es spezielle Kugeln die, die Reizung des Zahnfleisches minimieren sollen. Das wechseln des Schmuckes sollte nur von einem Fachmann vorgenommen werden, dieser benutzt dazu eine spezielle Zange. Der eingesetzte Schmuck sollte übrigens mindestens eine Stärke von 1.2 mm haben, da ansonsten die Gefahr besteht, dass der Schmuck herauswächst.

Heilungsdauer: 2-3 Wochen

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 MADONNA/MONROE 
Das Madonna/Monroe Piercing wird seitlich des Mundes in die Wange gestochen, oft an der Stelle, wo die gepiercte Person ein Grübchen hat. Sollten Sie bedenken haben, informieren Sie sich lieber bei Ihrem Zahnartzt. Denn in vielen Fällen bildet sich das Zahnfleisch zurück und es kann zu schlechten Zähnen führen. Optisch ist das Madonna/Monroe-Piercing natürlich sehr modisch und modern. Vor allem Frauen tragen diese Art von Schmuck sehr gern, aber auch bei Männern wird das Madonna/Monroe-Piercing immer beliebter. Das Madonna Piercing ist ein Labret-Piercing. Madonna ist eine der Prominenten die an dieser Stelle ein Muttermal besitzt, auch Marilyn Monroe hatte an dieser Stelle ein Muttermal. Daher ist der Name Madonna- oder Monroe-Piercing entstanden.

Heilungsdauer: 2-4 Wochen

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 MEDUSA 
Das Medusa-Piercing wird oberhalb der Lippe gestochen. Dabei wird genau darauf geachtet das, dass Piercing mittig in die Hautfalte gestochen wird. Da hier sehr viele Nerven verlaufen ist die Piercingart schmerzhafter als andere Lippenpiercings. Das Medusa-Piercing ist eine weitere Variation des Labret Piercings und ist weit verbreitet, vor allem bei Frauen findet diese Piercingart immer mehr Fans. Oft wird das Piercen dieses Piercings als sehr schmerzhaft beschrieben, da viele Nerven in der Lippe entlang laufen. Man sollte nach dem Abheilen der Wunde, ein kürzeren Stab verwenden um die Zähne zu schonen.

Heilungsdauer: 1-3 Monate

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 NASENPIERCING 
Das Nasenpiercing kann je nach Geschmack am rechten sowie auch am linken Nasenflügel gestochen werden. Frauen bevorzugen meistens einen Curved Nose Studs (gebogenes Piercing) oder einen Nose Bones (gerades Piercing), jedoch können auch Männer ein Nasenpiercing haben welches bei Männern eher ein Nasenring oder BCR-Ring ist.

Heilungsdauer: 4-8 Wochen

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 OBERFLÄCHENPIERCINGS 
Bei einem Oberflächenpiercing handelt es sich um ein Piercing, bei dem Einstich- und Austrittskanal auf einer Ebene liegen. Diese stehen meistens unter Spannung und werden häufiger vom Körper abgestossen als andere Piercings. Beim Korsett-Piercing werden beispielsweise mehrere Oberflächenpiercings kunstvoll in mindestens zwei Reihen auf dem Rücken angebracht. Beim Dermal Anchor werden kleine Metallplatten unter die Haut transplantiert, die über der Haut mit einem Gewinde abschliessen, auf das gegebenenfalls verschiedene Aufsätze, wie Kugeln usw., aufgeschraubt werden können. Oberflächenpiercings wie das Madison-Piercing in der Drosselgrube, das Hüftpiercing schräg am Becken in der Nähe der Hüftknochen, sowie das Handweb zwischen den Fingern sind aufgrund der problematischen Beschaffenheit der entsprechenden Körperstellen eher selten; Letzteres vor allem wegen der eingeschränkten Funktionalität der Hände. Das Korsett-Piercing auf dem Rücken besteht aus mehreren symmetrisch angeordneten Piercingreihen, wird jedoch meistens nur als temporäres Kunstpiercing gestochen.

 PLAY - PIERCINGS 
Vor allem im Bereich BDSM ist das kurzzeitige Anbringen sogenannter Play-Piercings verbreitet. Hierbei werden Nadeln (Akupunkturnadeln oder Kanülen) am Körper des Bottom gesetzt, die nach dem Ende des Spiels wieder entfernt werden. Mitunter werden an den so mit dem Körper verbundenen Elementen dünne Ketten oder Fäden befestigt, um diese miteinander zu verbinden und so den Körper im Rahmen einer Bondage in einer definierten Haltung zu fixieren. Das Verletzungsrisiko ist hierbei durch ein mögliches ungewolltes Ausreissen der Piercings hoch. Oft werden an Körperpiercings leichte Gewichte befestigt, die die Bewegungen des gepiercten Bottoms in Schmerzreize umsetzen. Intimpiercings sind in der BDSM-Subkultur ebenfalls sehr verbreitet. Die Motivation zur Durchführung von Play-Piercings kann neben Fetischismus in der erhöhten Adrenalin-Ausschüttung oder der entsprechenden Körpererfahrung begründet sein. Play-Piercings können zudem aus ästhetischen Gründen gestochen werden, beispielsweise im Rahmen von Foto-Shootings. Je nachdem, wie mehrere Piercings miteinander kombiniert oder angeordnet werden, sind diese als Orbital- oder Venom-Piercings, beziehungsweise bei mehreren in der Lippe angeordneten Piercings als Bites zu bezeichnen. Venom-Piercings sind mehrere in der Zunge symmetrisch zueinander verlaufende Stecker. Bei einem Orbital werden zwei Piercings mit einem Ring verbunden. So kann beispielsweise ein Ring durch zwei gegenüberliegende Vorhautpiercings geführt werden. Analog zeichnet sich das Industrial-Piercing dadurch aus, dass ein Barbell durch zwei Helix-Piercings verläuft, sowie der Nasallang der durch beide Nasenflügel und die Nasenscheidewand führt.

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 SEPTUM 
Das Septum- Piercing wir durch die Nasenscheidewand gestochen. Da sich in der Nasenscheidewand viele Nerven befinden, kann sich der Stich ziemlich schmerzhaft anfühlen. Dieses Piercing kann auch unterhalb des Knorpelgewebes angebracht werden. Die Nasenscheidewand weisst viele unebenheiten auf, dadurch ist ein gerader Stich nur sehr schwer möglich. Diese Piercing wird nicht oft gestochen, da man die Hygiene bei diesem Piercing genaustens beachten muss, vor allem muss man bei Erkältungen und bei Schnupfen aufpassen, dass sich die Wunde nicht entzündet. Diese Piercingart ist schon sehr alt, sogar Indianer und Ureinwohner trugen diesen Schmuck.

Heilungsdauer: ca. 2-3 Monate

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 TRAGUS 
Das Traguspiercing wird direkt durch den Knorpel gestochen, dieser Knorpel liegt genau vor dem Hörgang. Als Schmuck können Barbell Closure Rings, Barbells oder Piercingstecker getragen werden. Als Ersteinsatz ist sterilisierter Schmuck, dessen Nickelgehalt unter 0,05% liegt, gesetzlich vorgeschrieben. Nach dem Heilungsprozess kann beliebig auf andere Materialien umgestiegen werden z.B. Chirurgenstahl, PTFE, Nobium.

Heilungsdauer: 3-6 Monate

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 ZUNGENPIERCING 
Das Zungenpiercing wird meist ein vertikal und mittig durch die Zunge gestochen. In den Stichkanal wird ein Piercingstab (Barbell) mit Kugeln eingesetzt. Auch mehrere Schmuckstücke in der Zunge sind möglich. Beim Stich ist darauf zu achten, dass im Mundraum nichts verletzt wird, da viele Nerven in der Zunge liegen. Auf die Position des Piercings sollte besonders geachtet werden, da bei falscher Positionswahl die Zähne geschädigt werden können. Da das Zungenpiercing zwischen zwei Muskeln gestochen wird, sollte man dies nur von einem erfahrenen Fachmann (Piercer) stechen lassen. Wenn das Zungenpiercing richtig gestochen wird, ist es meist nicht so schmerzhaft wie oft angenommen wird. Kurz nachdem Stechen werden Schwellungen auftreten, die auch sehr stark sein können. Daher sollte ein Barbell aus Titan in Überlänge verwendet werden. Da sonst ein Druckschmerz entstehen kann. Ist die Schwellung abgeheilt, so kann auch auf kürzere Stäbe umgestellt werden. So kann das Risiko auf Zahnschäden minimiert werden. In der Zeit der Abheilung sollte man auf Alkohol sowie auf Nikotin verzichten, da diese Mittel sich negativ auf den Heilungsprozess auswirken können. Beim Essen ist darauf zu achten, dass nach jedem Essen der Mundraum mit Wasser vollständig ausgespüllt wird. Auch sollte man viel trinken, dies ist sehr wichtig, denn so kann eine Schwellung minimiert werden. Zuviel Pflege oder Reinigung kann das Piercing reizen, dies wirkt sich negativ auf den Heilungsverlauf aus.

Heilungsdauer: 3-6 Wochen

 INTIMPIERCING 
Im Genitalbereich sind bei Männern und Frauen zahlreiche Piercingvarianten möglich; die meisten unterscheiden sich auf Grund der unterschiedlichen Anatomie zwischen den Geschlechtern. Einige Piercings sind jedoch bei Männern wie Frauen möglich: das Guiche und das relativ seltene Anuspiercing. Im erweiterten Sinne kann auch das Brustwarzenpiercing zu den Intimpiercings gezählt werden.
Intimpiercings werden zunehmend nachgefragt und haben die grösste Verbreitung unter jungen Frauen. Für Männer wie auch für Frauen ist das Hauptmotiv, wie bei anderen Piercings auch, der ästhetische Aspekt sowie die Individualisierung der gepiercten Körperregion. Einige Intimpiercings haben neben ihrer rein ästhetischen Funktion noch den Effekt, beim Geschlechtsverkehr zusätzliche Stimulation auszuüben und somit eine Reizsteigerung herbeizuführen. Während Intimpiercings bei Frauen nur einen Effekt auf die Trägerin selbst haben, steigern Intimpiercings beim Mann (insbesondere Ampallang sowie Apadravya) das Lustempfinden für beide Partner. In traditionellen Gesellschaften kann ein Intimpiercing als Zeichen der Bindung an einen Partner, ähnlich dem Ehering im westlichen Kulturkreis, verstanden werden.

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 INTIMPIERCINGS BEI MÄNNERN 
Zu den populärsten Intimpiercings bei Männern gehört das Prinz-Albert-Piercing (PA). Er verläuft von der Harnröhre ausgehend durch die untere Peniswand und wird wegen des erhöhten Tragekomforts meistens mit dickerer Materialstärke getragen. Der Ampallang verläuft horizontal, also quer durch die Eichel. Analog dazu sitzt der Apadravya vertikal. Die kreuzweise Kombination beider wird als Magic Cross bezeichnet. Der Reverse Prinz Albert (auch: Queen Victoria) verläuft wie ein gewöhnlicher PA durch die Harnröhre, tritt jedoch oben aus der Eichel heraus und bildet somit quasi einen halben Apadravya.
Ein Dydoe sitzt im Eichelrand. Während bei den anderen Piercings die Heilung durch Urinkontakt gefördert wird, gestaltet er sich hierbei etwas langwieriger.
Das Frenulumpiercing verläuft durch das Vorhautbändchen und gehört zu den unkompliziertesten männlichen Intimpiercings. Das Weiten dieses Piercings, um Schmuck mit höherer Drahtstärke einzusetzen, ist recht einfach und erhöht den Tragekomfort.
Das Pubic im Bereich oberhalb der Peniswurzel gehört zu den Oberflächenpiercings.
Ein Oetang sitzt in der Vorhaut. Es kann an beliebiger Stelle angebracht werden und wird meistens mit einem Ball-Closure-Ring getragen.
Piercings am vorderen Bereich des Hodensacks werden Hafada oder Scrotal genannt und gehören bezüglich Heilung und Pflege ebenfalls zu den unkomplizierten Intimpiercings. Transscrotal-Piercing hingegen bezeichnet eine Körpermodifizierung, die eine Verbindung zwischen Vorder- und Rückseite des Hodensacks herstellt. Da hierbei nicht gestochen, sondern mit einem Skalpell geschnitten und anschliessend gegeneinander vernäht wird, ist die Bezeichnung Piercing technisch falsch.

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 INTIMPIERCINGS BEI FRAUEN 
Die häufigsten Formen von Intimpiercings bei Frauen sind das Klitorisvorhautpiercing, das Schamlippenpiercing und das Christina-Piercing.
Bei dem Schamlippenpiercing wird zwischen Piercings in den inneren und den äusseren Schamlippen unterschieden, die unterschiedlichen Umständen bezüglich Durchführung und Heilung ausgesetzt sind.
Das Christina-Piercing ist ein Oberflächenpiercing, das vertikal in der Falte gestochen wird, an der die äusseren Schamlippen oben zusammenlaufen.
Das untere Ende des Nefertiti-Piercings endet ähnlich dem Klitorisvorhautpiercing unter der Klitorishautfalte. Es verläuft durch Klitorisvorhaut und Venushügel.
Analog zum Prinz Albert beim Mann verläuft das Prinzessin-Albertina-Piercing von der Harnröhrenöffnung zur Vaginalöffnung.
Mit zum stimulierendsten Intimpiercing der Frau zählt das Klitorispiercing. Die starke Innervation des dabei zu durchstechenden Gewebes macht es in der Durchführung risikoreicher und schmerzhafter als andere Piercings. Es kann horizontal und vertikal durch die Klitoris gestochen werden.
Das Isabella-Piercing wird vertikal unter der Klitoris platziert, ein Triangle dagegen horizontal. Beide Varianten sind sehr tief gestochene Piercings.
Ein zentriertes, senkrechtes Piercing am unteren Ende der inneren Schamlippen wird Fourchette genannt.
Relativ selten und risikoreich ist das Suitcase-Piercing, das zwischen Anus und Vagina verläuft.

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 GEWEITETE PIERCINGS 
Um Schmuck mit grösserem Durchmesser einzusetzen, kann ein Piercing vorsichtig geweitet werden. Diese Praxis ist vor allem vom Lobe-Piercing bekannt. Dabei wird meistens ein konisch verlaufender Dehnungsstift verwendet, der zuvor mit Gleitgel bestrichen und vorsichtig in den Stichkanal eingeführt wird. Der Schmuck mit grösserem Durchmesser wird anschliessend am Ende des Dehnungsstiftes angesetzt und hinterhergeschoben.
Um Ausstülpungen, Einrisse und ähnlichen Nebenerscheinungen (ausgefranst wirkende Lobes, auch Katzenarsch genannt, Arschlocheffekt, deutlich sichtbar bei entfernen des Schmuckes) vorzubeugen, muss mit grösster Sorgfalt und Geduld vorgegangen werden. Auch wenn es immer wieder Übereifrige gibt, welche binnen weniger Wochen ein frisches Lobe auf 20mm bringen, zu empfehlen ist das keinesfalls. Als Leitfaden sagt man, einen Millimeter alle vier Wochen. Das verhindert oben genannte unerwünschte Nebenerscheinungen. Zwischen diesen vier Wochen hat das gedehnte Gewebe dann genügend Zeit, um sich zu beruhigen.
Es sollte nicht verhehlt werden, dass gedehnter Schmuck pflegeintensiver ist. Durch die vergrösserte Oberfläche setzt sich Talg, Hautschuppen und alltäglicher, mikroskopisch kleiner Schmutz ab, der zu dem typischen Geruch der gedehnten Ohrlöcher führt. Man sollte also solcherlei Tunnel jeden Tag reinigen. Oder man wechselt nach Beendigung des letzten Dehnschrittes und der völligen Abheilung des gedehnten Lobes auf organische Matieralien. Horn, Knochen, Holz, Perlmutt. Dieses verhindert das Entstehen dieses nicht wirklich unangenehmen, aber doch deutlich wahrnehmbaren Geruches.
Auch sollten Lobes, welche noch in der Dehnphase sind, häufiger massiert und gut gepflegt werden. Das hält sie geschmeidig und erleichtert weitere nachfolgende Dehnschritte. Nach dem Dehnen sollte das Lobe für einige Zeit wie ein frisches Piercing behandelt werden.