Materialbescrhiebe


 ACRYL 
Als transparenter Kunststoff wird Acryl / Plexiglas häufig als Piercingschmuck verwendet. Durch seine glatte Oberfläche wird er gern als Plug oder Dehnungstab eingesetzt. Aber auch in Bauchnabelpiercings oder Zungenpiercing wird eine besondere Variante, welche im UV- bzw. Schwarzlicht leuchtet oft angetroffen. Allerdings hat Acryl / Plexiglas auch seine Schattenseiten, denn er neigt dazu Körperflüssigkeiten und Hautabsonderungen in winzigen Poren zu sammeln. Ganz wichtig ist deshalb eine regelmässige und gründliche Reinigung, da es ansonsten zu Gerüchen und Infektionen kommen kann. Auch sollte er nur in verheilte Piercingstellen eingesetzt werden und er kann nicht mit Dampfdruck gereinigt werden. Stärkere Belastung hält das Material nicht aus, hier kann es zersplittern.

 BIOFLEX 
Bioflex ist ein Kunststoff mit glatter Oberfläche. Es ist biegsam und passt sich gut den Körperkonturen an. Es kann leicht auf die gewünschte Länge gekürzt werden (z.B. Zungenpiercingstab). Um ein Gewinde zu schneiden gibt es einen Gewindeschneider aus Chirurgenstahl. Besonders hervorzuheben ist, dass Bioflex sehr hitzebeständig ist und sich damit auch sterilisieren lässt. Es ist biologisch sehr verträglich und nickelfrei, daher löst es keinerlei Allergien aus. Da Bioflex besonders hautschonend und vor allem zahnschonend ist, kann es als Bauchnabelpiercing, Zungenpiercing, Lippenpiercing, Brustpiercing, Augenbrauenpiercing oder als Intimpiercing verwendet werden

 CHIRURGENSTAHL 316L 
Chirurgenstahl ist wegen seiner guten Bearbeitungmöglichkeit und den Materialeingenschaften bei Piercingschmuck sehr weit verbreitet. Es hält sich bis heute hartnäckig das Gerücht, er sollte nicht als Erstpiercing eingestzt werden, was jedoch inzwischen nicht mehr der Wahrheit entspricht. Gundlage des Gerücht ist die sog. EU-Nickelverordnung aus dem Jahre 1994, in der der Einsatz EU-weit als Erstpiercing verboten wurde. Nach tiefer gehenden Studien hat sich jedoch die Unbedenklichkeit bestätigt und so wurde Chirurgenstahl 2004 wieder zugelassen. Chirurgenstahl besteht aus einer Eisenlegierung, die ca. 10-15% Nickel enthält. Das Nickel ist allerdings an die anderen Metalle der Legierung gebunden und löst deshalb keine Allergien aus. Die vom Metall abgegebene Menge liegt unterhalb des zulässigen Grenzwertes und deshalb kann Schmuck aus Chirurgenstahl auch von Menschen mit Nickelallergien getragen werden. Durch seine Oberflächenbeschaffenheit, kann Chirurgenstahl glänzend poliert werden und wird deshalb optisch oft dem matten Titan bevorzugt. Ausserdem wird Chirurgenstahl(316L) in der Medizin für Knochenfixierungsschrauben, Knochenplatten, Drähte, Klammern oder sogar für Herzschrittmacherelektroden verwendet.

 GLAS 
Schon vor vielen tausend Jahren wurde Glas als Piercingmaterial verwendet. Belegen lässt sich das durch Funde in ägyptischen Gräbern. Dort wurden Plugs aus Glas gefunden. Glas als Material bei Piercingschmuck hat viele Vorteile, wenn es fachgerecht hergestellt wurde. Man kann es nicht nur sehr komfortabel Tragen, es ist auch ausgesprochen körperverträglich. Glas kann mit einem Dampfdruckgerät sterilisiert werden, jedoch ist auch hier eine hohe Materialqualität zu bevorzugen, da sich ansonsten Risse im Material bilden können. Häufiger zu finden sind Piercingkugeln aus Glas oder Plugs.

 HARTZINN/MESSING 
Hartzinn ist ein glänzendes Metall, welches von den Kelten häufig verwendet wurde. Es wird heutzutage hauptsächlich zur Herstellung von Schmuck genutzt. Da es sehr weich ist, kann es nur legiert verwendet werden. Es ist biegbar und gut für z.B. Zehenringe geeignet. Es ist ein nickel- und allergiefreies Metall.

 HOLZ 
Da Holz ein leichters Material ist kommt es besonders häufig bei grösseren Steckern zum Einsatz. Es sitz hervoragend im Stichkanal und muss meist nicht extra, bespielsweise durch Gummiringe befestigt werden. Ein Vorteil, der gleichzeitig ein Nachteil ist, ist die Atmungsdurchlässigkeit der Haut durch das Holz, bedingt durch viele kleine Poren. Leider kann sich in diesem Talg ansammeln und undschöne Gerüche auslösen. Ein weitere Nachteil ist, dass Holz mit der Zeit austrocknen kann und dadurch seinen Glanz verliert sowie brüchig werden kann. Intensive Pflege mit Pflanzenöl kann dies verhindern. Selbstredend kann Holz nicht mit Dampfdruck Desinfiziert werden, hier kann es zu Rissen kommen und das Material spröde werden. Natürlich sind nicht alle Holzarten zum Einsatz als Piercingschmuck geeignet. Einige können allergische Reaktionen oder Hautirritationen auslösen. Hartholz hat sich als das zu bevorzugende Material erwiesen. Es quillt unter richtiger Behandlung nicht auf, nimmt nur wenig Körpersekret auf und bleibt lange gut erhalten. Ausserdem kann die Oberfläche sehr glatt geschliffen bzw. poliert werden.
 KRISTALL (ZIRKONIA) 
Zirkonia ist eine Diamantimitation für Schmuck. Es handelt sich um künstlich hergestellte Einkristalle aus Zirconium(IV)-oxid, die in der kubischen Hochtemperaturphase stabilisiert wurden. Cubic Zirkonia (Fianit), auch als CZ abgekürzt, wurde erstmals um 1937 im Lebedew-Institut synthetisiert.

 HORN 
Horn ist ebefalls gut zur Herstellung von Piercingschmuck geeignet, es lässt sich leicht formen sind und die Oberfläche kann sehr glatt geschliffen werden kann. Es erlauben der Haut zu atmen und im Winter bleibt es länger warm als andere Materialien. Auch Horn kann austrocknen und einreissenund neigt bei seltener Reinigung zu stärkerer Bakterienbildung. Schlechte Qualiät erkennt man bei Piercingschmuck aus Horn an unsauber verarbeitete Stellen und Kratzer. Hier können sich Bakterien sammeln und Entzündungen auslösen

 TITAN G23 
Titan wird viel heutzutage in der Medizin verwendet z.B. als Knochenfixierungsschrauben, aber auch im Schmuckbereich findet Titan immer mehr Liebhaber. In der Piercing -Szene kann das Metall Titan als Bauchnabelpiercing, Zungenpiercing, Lippenpiercing, Brustpiercing, Augenbrauenpiercing oder als Intimpiercing verwendet werden. Titan enthält nur sehr geringe Mengen an Nickel und wird vor allem Allergikern empfohlen. Titan erfüllt alle wichtigen Eigenschaften um als Piercingschmuck immer beliebter zu werden, denn es Glänzt wie Silber, es ist leichter als Chirurgenstahl und den Motiven und der Vielfalt des Schmuckes sind keine Grenzen gesetzt.

 925 STERLINGSILBER 
Sterlingsilber ist eine Legierung aus 92,5 % reinem Silber und 7,5 % anderen Metallen, normalerweise Kupfer. Der Feingehalt beträgt also 925/1000. Sterlingsliber ist nickelfrei. Der Name bezieht sich auf das britische Pfund Sterling, Sterlingsilber war das Münzmaterial der frühen englischen Silberpennies, der sogenannten "Sterlinge".